Kondenswasser im Wohnmobil vermeiden: 8 Tipps
Morgens tropft es von der Dachluke, die Scheiben sind beschlagen, und hinter dem Polster ist es klamm? Das ist Kondenswasser. Die gute Nachricht: Du machst es selbst. Die schlechte: Du machst es selbst.
Woher das Wasser kommt
Beim Atmen, Kochen und Duschen geht Feuchtigkeit in die Luft, dazu kommen nasse Jacken und Schuhe. Warme Luft kann viel davon aufnehmen. Trifft sie auf eine kalte Fläche, also Scheibe, Blech oder eine Ecke hinter dem Polster, wird daraus Wasser. Dagegen helfen zwei Dinge: Feuchtigkeit rauslassen und kalte Stellen vermeiden.
1. Kurz und kräftig lüften
Mach mehrmals am Tag für ein paar Minuten Fenster und Tür auf, am besten über Kreuz. Das tauscht die feuchte Luft aus, ohne dass alles auskühlt. Ein Fenster dauernd auf Kipp bringt dagegen wenig Luftwechsel und viel kalte Wand.
2. Die Zwangsbelüftung frei lassen
Wichtig: Die Lüftungsöffnungen in Dach und Boden sind Pflicht, weil im Camper Gas brennt. Kleb sie nie zu, auch nicht im Winter.
3. Beim Kochen Deckel drauf
Ein Topf ohne Deckel ist eine kleine Dampfmaschine. Deckel drauf, Dachlüfter auf, und nach dem Kochen einmal kräftig lüften.
4. Nasses nicht einfach liegen lassen
Nasse Jacken und Schuhe geben ihr Wasser an die Raumluft ab. Trockne sie gezielt und lüfte dabei. Schuhe trocknen am schnellsten von innen, wie das geht, steht im Ratgeber Schuhe im Camper trocknen.
5. Warmluft an die kalten Stellen
Kondenswasser bildet sich dort, wo es kalt ist und keine Luft hinkommt: hinter Polstern, in Staufächern, unter der Sitzbank. Bring dort etwas Warmluft hin. Mit dem Schlauchadapter 4 × 25 mm verteilst du einen Ausströmer auf vier dünne Leitungen, zum Beispiel ins Staufach und unter die Sitzbank. Halte außerdem die Ausströmer frei, damit die Luft im Raum zirkuliert.
6. Thermomatten außen statt innen
Innen an der Scheibe sammelt sich das Wasser gern hinter der Matte. Von außen bleibt die Scheibe wärmer, und innen beschlägt sie kaum.
7. Luft unter die Matratze
Unter der Matratze sammelt sich nachts Feuchtigkeit. Ein Lattenrost oder eine Unterlüftungsmatte lässt Luft drunter. Stell die Matratze ab und zu tagsüber hoch, damit sie abtrocknen kann.
8. Messen statt raten
Ein einfaches Hygrometer zeigt dir die Luftfeuchtigkeit. Bleibt sie dauerhaft über etwa 60 Prozent, lüfte öfter. So merkst du auch, ob eine Änderung etwas gebracht hat.
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Häufige Fragen
Wie oft soll ich lüften?
Mehrmals am Tag kurz und kräftig, vor allem morgens, nach dem Kochen und nach dem Duschen.
Darf ich die Zwangsbelüftung im Winter zukleben?
Nein. Die Lüftungsöffnungen sind für den sicheren Betrieb der Gasgeräte da und müssen frei bleiben.
Warum ist es hinter den Polstern nass?
Dort ist die Wand kalt, und es kommt kaum warme Luft hin. Lass etwas Abstand, lüfte die Ecken und bring gezielt Warmluft hin.
Hilft ein Luftentfeuchter?
Ein Granulat-Entfeuchter bindet etwas Feuchtigkeit, ersetzt das Lüften aber nicht. Mit Landstrom hilft ein elektrischer Entfeuchter mehr.
